Eizellenteilung durch Passivrauchen gestört Dr. Maria Teresa Zenzes vom Toronto-Hospital in Canada fand bei einer Untersuchung der Eizellen von 54 Raucherinnen heraus, daß die Zellteilung häufig gestört ist. Statt dem einfachen Chromosomensatz (23 Chromosomen) enthalten diese Eizellen den doppelten Chromosomensatz. Ein befruchtetes Ei hätte damit den dreifachen Chromosomensatz und wäre nicht lebensfähig. Die 54 Raucherinnen wurden übrigens in drei Gruppen eingeteilt: in Raucherinnen die mehr und solche, die weniger als 15 Zigaretten am Tag rauchen. Die dritte Gruppe setzte sich aus Passivraucherinnen zusammen. Die Vergleichsgruppe bestand aus 102 nichtrauchenden Frauen. Ergebnis: Bei den starken Raucherinnen enthielten 21 Prozent der Eizellen den doppelten Chromosomensatz, waren also in einem unreifen Stadium verblieben. Von den Nichtraucherinnen hatten nur 5 Prozent diese doppelte Chromosomenausstattung. Die Passiv- und Wenig-Raucherinnen lagen dazwischen. «Wir wissen schon lange, daß Frauen, die rauchen, nicht so fruchtbar sind wie Nichtraucherinnen und daß Sie eine höhere Fehlgeburtenrate haben.» ... «Wir nehmen an, daß verschiedene Stoffe, die beim Rauchen vom Körper aufgenommen werden, ihren Weg zu den Eizellen finden. Andere Forscher haben Cadmium, das im Zigarettenrauch auftritt, in den Eierstöcken von Raucherinnen nachweisen können. Wir haben Cotinin, ein Abbauprodukt von Nikotin, in der die Eizellen umgebenden Flüssigkeit gefunden. Rauchen kann schon vor der Empfängnis zu genetischen Schäden führen.» (Quelle: FOCUS 47/94) |